Melbourne – Sydney – Brisbane

Eine laaaaaaaaaaange Strecke liegt hinter uns und endlich kommen wir dazu euch wieder auf den neuesten Stand zu bringen 🙂

Inzwischen sind wir um eine Joberfahrung und eine Person reicher und durch eine Autopanne aermer 😀

Wir kamen also bei unserer Gastfamilie in Melbourne an und wurden sofort herzlich begruesst, undzwar mit einem extra fuer uns im Garten aufgebauten Familienzelt und einem wahnsinnig leckeren barbeque. Wir 3, denn nun ist auch Veras Freundin Sophie hier und begleitet uns fuer eine Weile, konnten unser Glueck gar nicht fassen. Da stand dieses riesige Familienzelt und eine 7-koepfige Familie mit Hund und zwei Katzen empfing uns mit offenen Armen in ihrem Heim. Wir fuehlten uns also sofort pudelwohl in unserem neuen Zuhause fuer die naechsten 10 Tage.
Noch an unserem Ankunftstag fuhr Kellie mit uns in das Cafe in dem wir die Arbeit bekommen hatten. Es war ca 10 Minuten von „zuhause“ weg und wir trafen gleich auf unsere Chefin namens Anna. Eine super sympathische Frau mittleren Alters, die uns gleich alles erklaerte. Wir hatten echt gute Arbeitszeiten: entweder Fruehschicht von 7-1 oder Spaetschicht von 4-10. Also immer so, dass man entweder nachmittags/abends oder Vormittags noch etwas unternehmen konnte. Wir durften auch immer zusammen arbeiten, das war natuerlich auch cool 🙂 Der Job war echt easy – Kaffee machen, Essen verkaufen, aufraeumen, abraeumen, etc..
Wir haben auch relativ zeitig mit Anna abgeklaert, dass wir nicht lange bleiben werden. Natuerlich ist uns das erstmal schwer gefallen, aber wir haben uns so gut mit ihr verstanden und wollten bzw. konnten sie einfach nicht anluegen, deshalb dachten wir, wir sind lieber ehrlich mit ihr. Sie hat es uns nicht boese genommen, da sie eh nach Vollzeitkraeften, bevorzugt Australiern, gesucht hat und auch schon 2-3 in Aussicht hatte. Sie war einfach wahnsinnig froh, dass wir als „Lueckenfueller“ aushelfen koennen. Alles in allem hat der Job echt Spass gemacht und Anna hat auch gesagt, wenn wir mal wieder in Melbourne sind und Arbeit brauchen, koennen wir uns jederzeit bei ihr melden 🙂
Viele von euch fragen sich bestimmt, was unsere liebe Sophie in der Zeit gemacht haben in der wir „geschuftet“ haben. Der Strand war Gott sei Dank nur 5 Minuten von Kellie und Ros Haus entfernt, da haben wir sie des oefteren abgeladen 😉 Sie hat aber auch einfach mal ausgeschlafen, ist selber in die Stadt zum shoppen gefahren oder hat einfach Zeit mit der Familie verbracht. 🙂

Nun zu Melbourne – diese absolut tolle Stadt 🙂 Schon als wir mit dem Auto ankamen und die Skyline bei Nacht bewundern konnten waren wir hin und weg. An einem Tag als wir fruehschicht hatten, haben wir den Nachmittag zum Sightseeing genutzt. Diese Stadt ist wirklich der Wahnsinn! Alles total easy going, keinn Stress, super coole Wolkenkratzer und auffaellig viele schoene Kirchen. Auch durch Chinatown sind wir gelaufen, welches hier definitiv schoener war als das in Sydney. Auf eine Sehenswuerdigkeit haben wir uns besonders gefreut: Das Eureka Skydeck! Fuer schlappe 15$ fuhren wir mit einem Hochgeschwindigkeitsaufzug in den 88 Stock und schon lag ganz Melbourne unter uns. Die Aussicht von hier oben war total beeindruckend, aber ein bisschen schwindlig ist einem von der Hoehe geworden 😉 . Nach einem Rundgang haben wir noch ein lustiges Touri-foto gemacht. Wir sind dann einfach den ganzen Tag in der Stadt herum gelaufen und haben gestaunt. Wir haben uns so wohl gefuehlt und ziehen Melbourne definitiv Sydney vor! Auch die Straende in Melbourne sind super schoen. Weite, verlassene Sandstraende mit kaum Menschen, vorallem in der Gegend in der wir gewohnt haben. Leider gab es gegen 2-3 nachmittags immer ploetzlich einen Wetterumschwung und es wurde dermassen windig, dass wir uns dann meistens doch lieber auf die Dachterasse von Kellie und Ro gelegt haben, um uns zu braeunen. 🙂
Zu unserem Glueck, mal wieder, fand genau an dem Wochenende an dem wir in Melbs waren das beruehmte St. Kilda Festival statt. Ein kostenfreies Event, bei dm sich tausende von Menschen einmal im Jahr treffen um gemeinsam zu feiern. Da wir keinen Einheimischen hatten der uns alles zeigen konnte, mussten wir uns alleine schlau machen was dieses Event so alles bot. Wir kamen an einem Freizeitpark an, neben dem eine kleine Buehne aufgebaut war auf der Live Musik gespielt wurde und kleine Staende aufgebaut waren an denen man sich Essen und trinken kaufen konnte. Nach ewigem anstehen mischten wir uns erstmal unter die Menge und genossen das schoene Wetter. Nachdem wir 3 Studnen vor der kleinen Buehne gestanden hatten und uns schon etwas wunderten, was denn jetzt SO wahnsinnig toll an diesem Festival ist, wies uns ein netter Australier darauf hin, dass es noch 5 weitere Buehen gab, eine davon die riesige Hauptbuehne direkt am Strand 😀 Da das Festival leider nur noch 1,5 Stunden ging eilten wir also sofort dort hin und schon wurde uns klar, dass wir das mit dem Festival leider etwas vermasselt hatten. Hier ging es sowas von Rund! Die Buehne war wirklich riesengross und eine Masse an jungen Leuten tanzte zu einer Musik Timeline die von den 60ern bis heute ging. Die Stimmung war ueberwaeltigend, alle hatten einen riesen Spass und feierten zusammen. Wir schlossen uns fuer die besagten letzten 1,5 Stunden an und holten auf jeden Fall noch das Beste heraus! 🙂 Danach zogen wir noch ein wenig durch die Strassen, in Melbourne war die Hoelle los, und wir liessen das ganze auf uns wirken.
Wenige Tage spaeter redeten wir mit Anna darueber, dass wir solange wir in Melbourne sind unbedingt noch zur Great Ocean Road fahren moechten. Alles was sie dazu sagte war: ich gebe euch einen Tag frei, das duerft ihr euch auf gar keinen Fall entgehen lassen. Gesagt, getan. Wir fuhren also an einem Sonntag frueh morgens los, mit Sleepingbags und Sandwiches im Gepaeck und machten uns auf zu einer der schoensten Strecken Australiens. WOW! Stundenlang fuhren wir am Meer entlang, mit einem wahnsinns Panorama und bemerkten mal wieder: Hey! Wir sind in Australien!!! 🙂 Unterwegs, ein wenig im Landesinneren im Dschungel fielen uns ploetzlich drei stehende Autos und 5 auf einen Baum starrende Chinesen auf. Wir wollten natuerlich sofort wissen was es da zu sehen gibt und siehe da: Wir sahen unseren ersten wild lebenden Koala 🙂 Sooooo suess! Er sass einfach da in seinem Baum, total high vom Eukalyptus und starrte zurueck. Das war echt cool 🙂 Nach ca. 200 weiteren Kilometern durch den Dschungel fragten wir uns, ob denn da noch was kommen wuerde…Und dann kam es! Ein grosses Schild das die weltberuehmten 12 Apostel ankuendigte. Wir kamen auf einem grossen Parkplatz an der von Touristen befallen war. Wir liefen also richtung Kueste und es fing langsam schon an zu daemmern. Als wir ankamen konnten wir unseren Augen nicht trauen: So etwas schoenes hatten wir noch nie gesehen! Es reichte ja nicht, dass wir vor einem der Naturweltwunder standen, nein, die Sonne begann unter zu gehen und wir durften all das bei einer Farbexplosion bewundern! Wow! Wow wow wow! Mehr kann man dazu einfach nicht sagen. Schaut euch auf jeden Fall die Bilder an, die wir nachher hochstellen werden, denn in Worte kann man dieses Naturschauspiel nicht fassen. Wir waren hin und weg und hoerten gar nicht mehr auf Fotos und Selfies wie die Verrueckten zu schiessen 😀
Als die Sonne dann unter gegangen war, war es sofort stockfinster und wir fuehlten uns nicht mehr sicher genug noch weiter durch die Wildnis zu fahren. Also beschlossen wir den Parkplatz zu unserem Schlafplatz zu machen und schliefen auch sehr schnell nach diesem eindrucksvollen, anstrengenden Tag ein. Am naechsten Morgen machten wir uns gleich wieder auf uns fuhren nochmal ca 150 Km weiter. Die Great Ocean Road ist wirklich eines der schoensten Dinge die wir bisher gesehen haben und wir koennen nur JEDEM ausdruecklich dazu raten, sie zu fahren wenn er mal hier ist 🙂
An diesem Tag mussten wir auch noch ein letztes Mal zur Spaetschicht erscheinen. Wir fanden es total suess, als unsere Chefin nach Ende der Schicht ploetzlich Prosecco auf die Theke stellte und unser Team noch mit uns anstossen wollte.
Melbourne war also eine wahnsinnige Bereicherung unserer Reise. Alleine, dass wir die Chance hatten, bei einer australischen Familie zu leben war schon total toll. Diese Familie ist uns wirklich sehr ans Herz gewachsen und es fiel uns sehr schwer ihnen Tschuess sagen zu muessen.

Aber so ist das eben mit dem Reisen, es heisst immer wieder verabschieden, genauso freut man sich aber auf das Neue was einen erwartet. So fuhren wir also mit Sack und Pack zurueck nach Sydney wo Sonjas Mama, Schwester sowie ihr Verlobter auf uns warteten. Ausserdem wollten wir dort Sophie auch alles zeigen. Dort angekommen trafen wir uns erstmal alle in einem Pub und Sonja war uebergluecklich ein Heimatsgefuehl durch zumindest einen Teil ihrer Familie verspueren zu duerfen. Wir verbrachten also 3 Tage in Sydney in denen wir uns aufteilten und Sonja mit ihrer Familie viel Zeit verbrachte und Vera mit Sophie sightseeing machte. Wir kannten Sydney ja schon, jedoch haben auch wir nochmal viele, neue Dinge entdeckt waehrend unserem zweiten Aufenthalt. Zum Beispiel Sydney mal bei Nacht zu sehen und das Operahouse von innen. Zumindest wirkte diese Stadt fuer uns bei zweiten mal schoener als vorher, wahrscheinlich weil es eine grosse Stadt ist, mit der man erstmal warm werden muss. Da wir auf dem Rueckweg nach Sydney auf der Fahrt schon am Lenkrad spuerten, dass irgendwas mit dem Auto nicht stimmte, suchten wir eine Werkstatt auf um unser Auto checken zu lassen. Leider hatten wir diesmal kein Glueck und der Mechaniker teilte uns mit, dass wir einen neuen Satz Reifen brauchen, sowie neue Bremsscheiben. Der Spass kostete uns schlappe 700 Dollar die ganz schoen weh taten. Aber das gehoert eben auch dazu und so sind wir jetzt wenigstens wieder auf der sicheren Seite. Als naechstes machten wir uns auf den weg zur Gold Coast, wo wir weitere drei Tage verbringen wollten, allerdings goss es schon auf der Fahrt wie aus Eimern, aufgrund der Cyklone die in Queensland ihr Unwesen trieb. Da wir weder an der Gold Coast noch in Byron Bay eine Unterkunft hatten, beschlossen wir nach Brisbane zu fahren, wo es wesentlich leichter ist Couchsurfing zu machen. Gesagt getan fanden wir auch direkt den wohl coolsten Cuchsurfinghost den es auf diesem Planeten gibt. Calvin, ein alter, verrueckter und alleinstehender Mann anfang 60 nahm uns herzlich in seinem kleinen „privat Hostel“, wo schon 10 andere Backpacker auf uns warteten auf. Hier haben wir nun unser eigenes Zimmer und gemuetliche Betten, zudem duerfen wir hier nun auch eine Weile bleiben und fuehlen uns pudelwohl. Das Wetter wird mittlerweile auch von Tag zu Tag besser, sodass wir Sophie bald auch noch die Gold Coast und Byron zeigen koennen.

Auf bald ihr lieben,

eure zwei Weltenbummler 🙂

Sydney

Hey guys 🙂

Es gibt wieder einiges Neues zu berichten.

Zuersteinmal haben wir hervorragende Neuigkeiten zu verkuenden: Wir haben einen Job! Juhuuuuu 🙂 Erinnert ihr euch an das Paar, das uns in Byron Bay in ihr Honeymoon Haus eingeladen hat? Sie hat uns angerufen und uns einen Job besorgt. Ihre Freundin hat in Melbourne ein Cafe, welches momentan unbedingt Mitarbeiter braucht. Sie hat ihrer Freundin von uns erzaehlt und ein gutes Wort fuer uns eingelegt und diese ist mehr als froh, wenn sie so bald wie moeglich jemanden zur Verfuegung hat. Wir werden also naechste Woche unsere sieben Sachen packen und uns schnellstmoeglich auf den Weg nach Melbourne machen, um fuer die Freundin von Kellie zu arbeiten 🙂 Natuerlich wissen sie nicht, dass es uns nicht moeglich ist ueber mehrere Monate zu bleiben, aber hier in Australien muss man was Jobs betrifft einfach manchmal luegen, sonst bekommen wir ja nie einen Job…;) Wir sind jedenfalls super froh, dass wir endlich mal nen ernst zu nehmenden Job haben bei dem wir auch echt gut verdienen!

Hier in Sydney haben wir die letzten 1.5 Wochen sehr viel Sightseeing gemacht und wahnsinnig coole Sachen erlebt! Ganz besonders hervorzuheben ist natuerlich unser Scenic Flight ueber die Straende von Sydney 🙂 Ein Freund von Sonja, Flo, aus Deutschland lebt seit vier Jahren hier und macht momentan seinen Pilotenschein. Schon als wir in AUS angekommen sind, hat er uns einen Rundflug ueber Sydney for free versprochen, wir wollten das aber erst glauben, wenn es tatsaechlich passiert.. und es ist passiert 😀
Letzten Freitag hat er uns abgeholt und ist mit uns zu einem kleinen Lokalflughafen gefahren. Nach ein wenig Papierkram ging es auch schon gleich los. Wir stiegen in ein winzig kleines Motorflugzeug, in das nur 4 Passagiere hineinpassen und hatten schon ein etwas mulmiges Gefuehl im Magen. Es war ausserdem sowas von dermassen heiss, dass uns allen dreien die Sosse runterlief 😀 Aber naja, da mussten wir jetzt durch, wenn wir das erleben wollten! Also ging es los, Flo legte einen super Start hin und schon schwebten wir ueber die Vororte von Sydney. Als erstes machten wir uns auf den Weg zu den noerdlich gelegenen Straenden von Sydney. WOW – das Panorama war einfach nur atemberaubend!! Unter uns erstreckte sich die Ostkueste, das Meer leuchtete tiefblau und die Straende sahen einfach nur schoen aus. Als wir dann langsam richtung Harbour Bridge fliegen wollten, bekamen wir leider leider leider keine Genehmigung, da es an diesem Tag zu busy in der Luft  war und vorangemeldete Maschinen immer Vorrang bekommen. Wir versuchten es 10 Minuten spaeter erneut, aber leider hat es auch da nicht geklappt. Schade, aber es war nicht so schlimm, denn die Skyline konnten wir trotzdem bewundern und die Aussicht auf diese wunderschoenen Straende war einfach herrlich und schon mehr als wir uns haetten ertraeumen lassen. Was fuer eine Erfahrung 🙂 In diesem Sinne nochmal: DANKE FLO!!!

Wir haben ausserdem den beruehmten Taronga Zoo besucht. Unser Freund Sam, den wir schon an der Gold Coast kennengelernt haben, wollte uns unbedingt einen Tag irgendwas unserer Wahl in Sydney zeigen. Wir entschieden uns fuer den Zoo, da wir gehoert haben, dass er wirklich super ist. An sich ist der Zoo nichts besonderes, ein Zoo eben 😀 Alle Tiere haben sich an diesem Tag irgendwie dazu entschlossen zu schlafen, haha, was Sam definitiv auf uns schob. Er sagte: Die Tiere haben gespuert, dass zwei deutsche Maedls kommen und haben sich erstmal schlafen gelegt. 😀 Eine weitere etwas komische Sache an diesem Zoo war, dass ueberall verteilt Plastikdinosaurier aufgebaut waren in Lebensgroesse. Ueberall wurde gross angekuendigt: „The Dinosaurs are back!“ „See real Dinosaurs here!“ „Beware! Real Dinosaurs!“ An den Dinosauriergehegen waren doch tatsaechlich Schilder aufgehaengt, dass man die Dinos nicht fuettern solle 😀 Eine Tierzuechterin ging mit einem sich bewegenden Plastik-Dino-Baby herum und lies kleine Kinder es streicheln. Sowas Bloedes 😛 hahaha Den Sinn dahinter verstanden wir nicht so ganz aber mei, wenn es die Kinder gluecklich macht, dann ist ja alles gut 😉 Auch wir hatten unseren Spass mit dem ein oder anderen Dino (siehe Bilder! :))
Als durch den Zoo durch waren, beschlossen wir bei dem traumhaften Wetter, das wir an diesem Tag hatten, noch an einen Strand zu fahren. Wir baten Sam uns zu dem Strand zu bringen, den er als Local am liebsten mag. Nach einer Dreiviertelstunde Fahrt kamen wir am sogenannten Whale Beach an und es war wirklich traumhaft schoen dort. Kaum eine Menschenseele, super weicher Sand, riesige Wellen und einfach nur toll 🙂 Hier gingen wir schwimmen, quatschten ewig und relaxten einfach ein bisschen. Am Ende des Tages fuhr Sam uns wieder heim, es war echt ein total witziger Tag und wir haben auch hier mal wieder gemerkt, dass es einfach immer am Besten ist, sich an die Locals zu halten, weil sie am Besten bescheid wissen!

Nun stand auch schon der in Australien unglaublich beliebte Feiertag namens „Australia Day“ vor der Tuer. An diesem Tag geht es, um es mal auf den Punkt zu bringen, eigentlich nur ums feiern und trinken. Sam hatte uns eingeladen, sich ihm und seinen Freunden anzuschliessen und ein bisschen durch die Strassen zu ziehen. Gegen 16 Uhr kamen wir dann in „The Rocks“, eine Stadtteil voller Pubs, Restaurants und Shops, an und trafen Sam. Leider war das Wetter nicht auf unserer Seite, es regnete wie aus Kuebeln. ^^ Aber wir lassen uns ja von nichts die Laune verderben und stiefelten mit Jaeckchen ueberm Kopf durch die Gegend. Ueberall waren Essensstaende die herrlich dufteten aufgebaut, es gab alle moeglichen Strassenkuenstler die auftraten, eine riesige Buehne mit Konzerten gab es auch. Waere das Wetter schoen gewesen, haetten wir sicherlich mehr Zeit draussen verbracht aber es regnete wirklich in Stroemen und war super kalt, sodass wir jedesmal froh waren, wenn wir in irgendeinem niedlichen Pub einkehrten. Wir endeten dann in einer Bar namens Bar100, wo die totale Party ging. Hier gefiel es uns richtig gut und wir tanzten und feierten den Australia Day 😀 Um 9 kam unsere englische Freundin Kara  aus Melbourne an und wir trafen uns noch mit ihr. Der Australia Day ist echt eine witzige Sache, wir wuenschten, das Wetter waere besser gewesen, damit wir den ganzen Tag in der Stadt haetten verbringen koennen, aber naja, so war es auch ein super Tag!

Am naechsten Tag fuhren wir nach Manly Beach, ein sehr bekannter und beliebter Strand in Sydney. Als wir dort ankamen wurden wir erstmal von Menschenmassen ueberrumpelt. Wir hatten uns natuerlich den perfekten Tag ausgesucht, um einen entspannten Tag am Strand zu verbringen 😀 Hier lief ein riesiger Wassersportwettbewerb, der tausende von Zuschauern, das Fernsehen und Radio anzog und 3/4 des Strandes fuer sich beanspruchte ^^ Ausserdem wurde den lieben langen Tag durch einen rauschenden Lautsprecher das ganze Geschehen dokumentiert, na toll 😀 Aber es war eigentlich halb so schlimm wie es klingt, wir hatten trotzdem einen schoenen Tag 🙂 Gegen 6 kam dann noch Flo vorbei und nahm uns mit ins Bavarian Beer Cafe. Super cool! Die Bedienungen laufen alle in Lederhosn rum, es gibt Helles und Weissbier von Marken wie Paulaner und Franziskaner und bayrische Koestlichkeiten auf der Speisekarte, von Schweinebraten bis hin zum Brotzeitplatterl – Natuerlich alles unbezahlbar, aber man bekommt zumindest ein bisschen Heimatsgefuehl was doch mal ganz schoen ist 🙂

Ansonsten geht es uns auch sehr gut. Bei Karcsi und seiner Frau ist es total angenehm und schoen und wir fuehlen uns sehr wohl. Sydney an sich gefaellt und schon echt gut, aber es ist einfach so riesengross und wir bevorzugen definitiv kleiner Staedte wie Cairns oder Surfers Paradise. Klar, man muss das hier alles mal gesehen haben!! Aber wir waren jetzt lange genug hier und freuen uns wenn es naechste Woche endlich wieder weiter geht und wir uns ins neue Abenteuer „Melbourne“ stuerzen koennen 🙂

Bis baaaaald, Fotos folgen in wenigen Minuten 🙂

Gold Coast II – Byron Bay – Lennox Head – Ankunft in Sydney

Hallihallo ihr Lieben,

es ist schon wieder ein Weilchen her, aber dafuer gibt es umso mehr zu erzaehlen und wir sitzen hier nun zusammen, um kein Detail auszulassen 🙂

Unser Silvester an der Gold Coast war der absolute Wahnsinn und haette nicht besser laufen koennen. Wir haben uns mit einem Freund, den wir in Townsville kennengelernt haben verabredet, der dort mit einigen seiner Freunde Silvester gefeiert hat. Zuerst haben wir uns zu zweit das Feuerwerk um 20.00 Uhr am Strand angeschaut, welches extra fuer Kinder gemacht wird, damit sie auch das Silvesterfeeling mitbekommen. Anschliessend sind wir in einen Club gegangen, wo wir dann auch unsere Freunde getroffen haben. Der Countdown bedeutet hier in Australien sehr viel und alle zaehlen lauthals von 10 runter bis das neue Jahr beginnt. Wir wurden um 0 Uhr dann mit Champagnerduschen, Luftballons, Glitzer und Luftschlangen im neuen Jahr begruesst und hatten wirklich eine riesen Gaudi mit den Leuten von Townsville. Ausserdem ist es eine weit verbreitete Tradition, dass man sich zu Neujahr jemanden sucht, der einem einen Neujahrskuss gibt. Da Vera und ich nichts auslassen, gaben wir uns um 12 ein riiiiiiieeesiges Bussi 😀 Als es dann Zeit wurde nach Hause zu gehen, konnten wir unsere Freunde aus Townsville nicht mehr finden. Da wir, aber eigentlich bei ihnen haetten schlafen sollen, waren wir sehr froh, dass zwei Freunde von uns, die wir an der GC kennen gelernt haben uns anboten, bei ihnen und ihren Eltern im Hotel zu schlafen. Wir mussten uns zwar ein Single Bett teilen, aber es war auf jeden Fall allemal besser, als die Silvesternacht im Auto zu verbringen, man goennt sich ja sonst nichts 😛 Als wir in besagtem Hotel in den 32. Stock fuhren, ahnten wir noch nicht, was uns gleich erwarten wuerde. Als Sam die Tuer aufsperrte, trauten wir unseren Augen nicht: Ein Penthaus-Apartment, zwei-stoeckig, wie man es nur in Hollywood Filmen sieht!!! Die Aussicht vom Balkon war einfach nur atemberaubend, die ganze Gold Coast erstreckte sich links und rechts von uns und noch dazu ging gerade die Sonne auf…es war einfach nur unglaublich schoen. 🙂 Ein perfekter Start ins jahr 2015 – bei dieser Gelegenheit: FROHES NEUES!!!

Am naechsten Morgen haben wir uns auf den Weg zum Elternhaus von einem der Jungs aus Townsville gemacht. Hier wurden wir herzlich von der Mutter Therese begruesst und gleich mal zum Barbecue eingeladen. Es war so schoen, nach Urzeiten mal wieder anstaendiges Fleisch und andere hausgemachte Koestlichkeiten, wie Kartoffelgratin, zwischen demn Zaehnen zu haben 🙂 Super lecker! Wir hatten dort einen total netten und lustigen Nachmittag und haben uns gegen Abend dann auf den Weg zum Campingplatz gemacht, wo unsere Freunde Dan, Dan, Sam und Cara aus England schon auf uns gewartet haben. Mit ihnen verbrachten wir dann einen wirklich legendaeren Abend mit Tanzen zu einer Live Metal Band 😀
Am naechsten Tag waren wir noch alle gemeinsam am Strand und haben unseren Teint gepflegt und sind in den wildesten Wellen geschwommen. Am Abend sind die 4 dann weiter Richtung Syndey gefahren und wir waren wieder alleine an der GC. Da wir nicht so richtig Lust hatten, wieder im Auto zu schlafen ,uns auch wiedermal nach einer anstaendigen Dusche sehnten und 3 Beutel voller dreckiger Waesche hatten, griffen wir auf das Angebot eines Freundes zurueck, fuer ein paar Tage bei ihm unterzukommen. Mensch hatten wir schon wieder ein Glueck! Wir kamen in die Wohnung und trauten – mal wieder – unseren Augen nicht. RIESIG, wunderschoen und natuerlich auch mit Pool, Fitness und Sauna. 😀 Nach ein paar vergangenen Tagen, immernoch keinem job in der Tasche und Reisefieber, beschlossen wir die Pferde zu satteln und nach Bzron Bay weiter zu ziehen. Mit einem lachenden und weinenden Auge verliessen wir also die Gold Coast, die definitiv zu unseren absoluten Favoriten hier gehoert! 🙂
Eine Stunde, eine Zeitzone und einen Staat weiter (wir sind nun in New South Wales und euch schon 10 Stunden voraus) kamen wir im absoluten Hippie-Dorf voller Peace and Love an. Was fuer ein toller Ort! Ueberall stehen Hippies auf den Strassen und machen Musik, die Atmosphaere ist ueberaus gluecklich und ruhig, man hat das Gefuehl, dass hier alle Probleme einfach weggewischt sind. Man kann es gar nicht in Worte fassen, was fuer eine Auswirkung diese Stimmung und dieser Ort auf einen hat. Man hat das Gefuehl, man ist ploetzlich in einer eigenen kleinen Welt und ein bisschen zurueck in den 70ern. 🙂
Die erste Nacht verbrachten wir in unserem Auto in einer Seitenstrasse. Wir wussten schon, dass es in Byron strickt verboten ist zu campen oder im Auto/Van zu schlafen, versuchten aber trotzdem unser Glueck, da wir wiedermal nicht fuer Unterkunft zahlen wollten. Am naechsten Morgen klopfte es ploetzlich lautstark an unserem Fenster und eine strenge Frau vom City Council weckte uns damit wohl auf die unsensibelste Art um 7.30 Uhr auf. Sie fragte, warum wir hier schlafen wuerden. Daraufhin antwortete Sonja im Tiefschlaf, dass wir auf der Durchreise nach Sydney waeren und so muede waren und nicht mehr fahren wollten. Daher haetten wir uns einfach irgendwo hingestellt um zu schlafen. Diese Ausrede zieht sehr sehr gut, da Australien alle 100 Meter auf den Highways oder auch im radio wahnsinnig viel Werbung dafuer macht, dass man bei den langen Strecken viele Pausen einlegen soll und nicht muede fahren soll, etc. Die Beamtin lies uns mit einer Verwarnung davon kommen, wir sollten jedoch gleich fahren. Schlaftrunken klappten wir also unsere Sitze wieder vor, schmissen die Schlafsaecke auf die Rueckbank und fuhren im Schlafanzug aus Byron hinaus ans naechste Feld, um dort weiter zu schlafen.Dort hatten wir die Ehre mit dem wohl freundlichsten Bauern der Welt, der gegen 8.30 Uhr anfing seinen Rasen neben den Feldern zu maehen. Offensichtlich stellte sich unser Schlafwagon als sein Hindernis beim Maehen heraus, denn als wir aufwachten und ausstiegen, konnte man deutlich erkennen, dass er um uns herum gemaeht hatte und wir und unser Auto auf dem einzigen hohen Grasfleck des gesamten Bauernhofs standen. An dieser Stelle moechten wir dem Bauern herzlichst danken, dass er anstatt uns aufzuwecken, einfach um uns herum gemaeht hat und unsere schoenen Traeume nicht unterbrochen hat 🙂 Apropos traeumen: Wir haben uns einen schoenen Traumfaenger aus Byron als kleines Souvenir fuer unser Auto zugelegt, da wir ja doch oefter mal darin schlafen und es doch ab und zu gruselig wird..da wollen wir zumindest keine Albtraeume haben 😉
An diesem Tag war das Wetter so lala und wir beschlossen an einen Ort namens Lennox Head zu fahren, der uns von Dan empfohlen wurde. Nach einer halben Stunde fahrt, kamen wir an einem kleinen See an. Zuerst schien er wie ein normaler See, wie es sie auch bei uns in Deutschland gibt. Als man jedoch naeher heran ging konnte man gleich erkennen, dass das Wasser eine rot-braeunliche Faerbung hat. Der Grund dafuer sind Teebaeume, die um den See herum wachsen und diese Farbe absondern. Somit faerbt sich das Wasser und das schaut einfach nur total abgefahren und toll aus. Ausserdem soll es eine wohltuende Wirkung fuer die Haut haben. Wir sprangen also gleich in unsere Bikinis und schwammen eine Runde im roten Wasser. Total schoen und sauber 🙂
Auf dem Rueckweg ueberlegten wir, wo wir diese Nacht am besten schlafen sollten. Wir kannten einen Camping Platz, wo eine Nacht 15$ pro Person kostet und beschlossen, diese Nacht evtl. einfach was zu zahlen und dort zu schlafen. Als wir ankamen war es schon dunkel und niemand kam auf uns zu, um die Gebuehr zu verlangen. Also stellten wir uns dort einfach ab und schliefen, mit dem Vorhaben, das Geld am naechsten Tag zu bezahlen. Da aber auch morgens niemand dort war bei dem wir bezahlen konnten, spuelten wir noch schnell unser Geschirr, fuellten unsere Wasserflaschen auf und machten uns schnellstmoeglich aus dem Staub – juhuuu, wieder 30$ gespart 😀
An diesem Tag beschlossen wir, dass wir Byron Bay wirklich total gerne moegen und gerne noch etwas Zeit dort verbringen wuerden, die Schlafsituation jedoch leider echt etwas schwierig ist. Also fuhren wir in ein nettes Pub, um zu besprechen, wie es nun weitergehen soll. Dort angekommen, wurden wir von einem Ehepaar aus Melbourne an ihren Tisch eingeladen, da das Pub voll besetzt war. Nachdem wir ein bisschen mit ihnen geplaudert hatten und ihnen von unserer Situation erzaehlt hatten, kam sogleich die Loesung unserer Probleme: Die Frau, Kellie, erzaehlte, dass die beiden momentan auf hochzeitsreise sind und ein suesses Haeuschen in Byron gemietet haben in dem noch ein Zimmer frei ist. Sie schlug vor, dass wir dort, fuer den Rest unseres Aufenthalts unterkommen koennen, da die beiden es gewohnt sind, Menschen um sich zu haben, weil sie zuhause 5 Kinder haben und den Trubel lieben. Mit den Worten „ihr habt euch den richtigen Tisch ausgesucht“, stiegen wir zu viert in unser Auto und standen wenige minuten spaeter in einem total netten, kleinen Haus, wo wir – mal wieder kostenlos – ein Zimmer zur Verfuegung gestellt bekamen. Kellie und Roland wolten einfach, dass wir so lange wie moeglich die Zeit in Byron geniessen sollen, da auch sie diesen Ort sehr lieben. Wir konnten unser Glueck schon wieder nicht fassen. Da wurden wir doch tatsaechlich von einem Ehepaar in den 50ern aufgenommen das gerade auf Hochzeitsreise ist, ist das zu fassen??? (Faellt euch eigentlich auf wie oft wir das Wort Glueck benutzen? 😀 ) Die Beiden liessen uns total unseren Freiraum, sagten, wir koennen kommen und gehen wann wir wollen, duschen, waschen und kochen wann wir wollen, sie werden uns nicht nerven und ihre Reise weiterhin geniessen. Wir sind ihnen SO dankbar, da wir so wirklich noch die Zeit in Byron nutzen konnten!
Am darauf folgenden Tag, wollten wir noch eine der Sehenswuerdigkeiten bewundern. Wir fuhren also mit unserem Auto los zum Leuchtturm direkt an der Kueste auf einem Huegel. Wow, war das schoen. Auf dem Fussweg hoch zum Leuchtturm hatte man einen wahnsinnig tollen Blick auf einen abgelegenen, riesigen Strand, der sich 7 Meilen an der Kueste entlang zog. Dies war mal wieder ein Moment, in dem wir uns gegenseitig daran erinnerten, dass wir doch tatsaechlich immernoch in Australien sind und all dies alles andere als selbstverstaendlich ist. Wenn man hier so lange ist, neigt man schnell mal dazu, das zu vergessen und man muss es sich immer wieder vor Augen halten, wie unglaublich toll das eigentlich ist 🙂 Wir machten dann den Rundgang am Leuchtturm und hatten einen super Blick auf das weite Meer und die felsige Kueste.
Nach einer weiteren Nacht bei unserem Heldenpaerchen, putzten wir morgens noch unser Auto, was nach 3,5 Monaten wirklich mal DRINGEND noetig war und fuhren dann los richtung Sydney. Beim Abschied legten uns die Beiden noch ans Herz und unbedingt zu melden, wenn wir in Melbourne sind, da sie auch in ihrem Haus dort einen Schlafplatz fuer uns haben und uns gerne wieder sehen wuerden. 🙂 Diese Australier sind einfach zu nett!!
Da Sydney noch 700 km entfernt lag und wir die Strecke nicht unbedingt am Stueck fahren wollten, waren wir uerberaus froh darueber, das unser guter Freund Quanah, bei dem wir in Cairns im Dschungelhaus waren, uns anbot, bei ihm in der Wohnung, ca. 3 Stunden von Byron entfernt, eine Nacht schlafen zu duerfen. Es war richtig cool, ihn nach der langen Zeit nochmal zu sehen und wir verbrachten einen netten Abend zusammen bei ihm im Apartment. So richtig schoen ausgeschlafen, setzten wir unsere Reise nach Sydney fort. Nach 6,5 Stunden Fahrt kamen wir dann erschoepft im riesengrossen Sydney an. Schon in den Vororten, auf dem Weg zu Karcsi, einem Freund von Sonjas Papa, merkten wir, dass diese Stadt unsere gewohnten Dimensionen sprengt.
Bei Karcsi und seiner Frau im Haus angekommen wurden wir herzlichst begruesst – sogar ein kleines Betthupferl lag auf dem Kopfkissen – suuueeess!! Wir packten unsere Sachen aus dem Auto und sofort gab es Abendessen: Huehnchen mit Nudelsalat, Coleslaw und Brot. Genau das Richtige nach so einem anstrengenden Fahrtag. Wir quatschten noch ein wenig mit den beiden und fielen dann aber auch gleich ins Bett.
Am Tag darauf wussten wir gleich was wir machen moechten – ab in die City und Sightseeing machen 🙂 Nicht weit von Concord West (der Vorort in dem wir wohnen) faehrt eine Faehre direkt zum Opernhaus. Das wollten wir uns natuerlich nicht entgehen lassen!
Also ab auf die Faehre und los! Wir fuhren von Station zu Station und genossen die schoene Aussicht vom Wasser aus. Als wir um eine Kurve fuhren war da ploetzlich die wunderschoene Skyline von Syndey und wir konnten so gar nicht richtig fassen, dass wir jetzt wirklich schon hier angekommen sind. Wir schossen Fotos wie verrueckt von der Skyline und der weltbekannten Harbour-Bridge. Als wir unter dieser durchfuhren war es genau vor unserer Nase: Das Operah-House! Total cool das direkt vor sich zu sehen, wo man es doch immer nur von Fotos kennt 🙂 Als wir von der Faehre stiegen, standen wir also da…etwas verloren in dieser riesigen Stadt und wussten nicht so recht, wohin mit uns 😀 Wir beschlossen also, einfach mal drauf los zu laufen und die City ein bisschen zu erkunden. Von Wolkenkratzern und Menschenmassen umgeben, gingen wir ca 2 Stunden umher und bewunderten alles. Es dauerte natuerlich auch gar nicht mal so lange, da hatten wir schon die Shoppingmeile gefunden 😀 Nur leider fehlt das Geld zum shoppen ^^ Irgendwann kamen wir dann wieder am Hafen an und schossen gefuehlte 200 Fotos von uns mit dem Operah-House im Hintergrund – ein bisschen Touri muss man ja dann doch sein 😀 Nach einer riesigen Portion fabelhaftem Fish and Chips, stiegen wir wieder auf die Faehre und genossen bei Sonnenuntergang und wunderschoenem Panorama die Fahrt.

Nun sind wir also in Sydney angekommen und der erste Punkt auf der Liste ist nun, einen Job zu finden! Da wir aber schon relativ viele Leute hier kennen und etwas Vitamin B haben, sind wir sicher, dass wir relativ schnell etwas finden werden. Die Stadt ist voller Laeden, cafes, Restaurants, etc. – wir sind sehr zuversichtlich! Wir kriegen alles hin, also auch das 😀

Leider wissen wir nicht so recht, ob das mit dem Bilder hochladen von den Cameras hier klappt. Wir werden auf jeden Fall ein paar von Sonjas Handy hochladen, aber denkt nicht, dass das alle sind, wir haben unzaehlige Bilder und der Rest folgt dann sobald wie moeglich 🙂

Bis ganz bald, wir halten euch auf dem Laufenden 🙂

XXX

Merry Christmas von der Gold Coast!!!!

Hallo ihr lieben,

es ist mal wieder lange her und es gibt eine Menge neues zu berichten. Nach einer erfolglosen Jobsuche in Brisbane, dachten wir uns, bevor wir dort noch mehr kostbare Zeit unserer Reise verlieren, indem wir in der Luft haengen, reisen wir nun weiter an unser naechtes Ziel, die Gold Coast. Also schrieben wir noch eine Bewerbung fuer eine Hostessenstelle dort und telefonierten schon wenige Minuten spaeter mit dem Chef, der uns ein Bewerbungsgepraech vor Ort direkt am naechsten Tag bestätigte. Gesagt, getan packten wir unsere siebe Sachen, bedankten uns bei den Jungs fuer die nette Gastfreundlichkeit und fuhren los. An der Gold Coast angekommen, kamen wir aus dem staunen nicht mehr raus – es war so unfassbar schoen und man hatte nach der Grossstadt Brisbane mal wieder so richtig das Gefuehl von „Sommer, Sonne und Strand „. Wir hatten sogar jemanden gefunden, der uns fuer umsonst auf seiner Couch schlafen lies, dieses „Couchsurfing“ ist wirklich eine tolle Sache. Als wir dort ankamen war der Herr des Hauses noch unterwegs und hinterlegte uns ohne jegliche Zweifel den Schluessel. So kamen wir total gespannt dort an und hatten keine Ahnung was uns nun erwarten wuerde. Prima, das Glueck war mal wieder unser Begleiter und wir betraten in „Miami“ ein wunderschönes Apartment, indem uns als erstes auffiel wie ordentlich und gepflegt dort alles ist. Noch immer unwissend, welche Person hier leben würde, gönnten wir uns erstmal eine laaaaaange Dusche, ihr könnt euch nicht vorstellen wie man dies als Backpacker zu schätzen lernt :). Überglücklich setzten wir uns anschliessend auf den Balkon, wo es nach frischem, selbst angebauten Kaeutern duftete und legten die Fuesse hoch :). Nach einer Weile kam dann Simon zu Tuer rein, dem dieses Apartment gehoerte. Ein total netter Typ, der wie alle anderen Australier die wir bisher kennen gelernt haben einfach nur froh war helfen zu koennen. Als waere das alles nicht schon genug, teilte er uns noch mit, dass sein Mitbewohner momentan nicht da ist und wir ein eigenes Zimmer bekommen :-), WAHNSINN. . . auch sagte er uns ausdruecklich, wir sollen uns wie Zuhause fuehlen und wenn wir irgendwas brauchen sollen wir ihn es bitten wissen lassen. So sassen wir noch ein Weilchen auf dem Balkon und ratschten, anschliessend gingen wir ins Bett und genossen eine Nacht in weichen Federn mit frisch duftendem Bettzeug. Am naechsten Morgen gab es frischen Cafe, auch das war fuer uns der Himmel auf Erden und nebenbei war es auch der 24.Dezember, Weihnachten. Da sassen wir nun und hatten ueberhaupt kein Gefuehl von Christmas ;-). Da in Australien erst am 25. gefeiert wird beschlossen wir gemeinsam mit Lisa am Abend etwas gutes zu kochen und luden auch Simon dazu ein, um uns auf diesem Weg bedanken zu koennen. Da wir nun in der Naehe von Surfers Paradise waren und der Chef vom unserem Hostessen Job sich noch nicht gemeldet hatte, beschlossen wir mit Simons Surfbrettern 3 Gehminuten zum Strand zu laufen und uns mal etwas im surfen auszutesten. Da das Wetter leider nicht so gut war und im Wasser offensichtlich viele Quallen tummelten wurde aus der Surflesson dann doch eher ein Fotoshooting :D, typisch Maedls eben. Anschliessend gingen wird noch einkaufen fuer unser Abendmahl. Dieses wurde dann mit lauter Weihnachtsmusik von uns drei singend zubereitet und gab uns zumindest ein kleines bisschen das Gefuehl von Weihnachten. Es gab Bruschetta, Steak mit Broccoli und Bratkartoffeln, als Nachtisch Apfelstrudel & dazu guten Wein den der begeisterte Simon sponserte :-). An dieser Stelle wuenschen wir euch allen natuerlich auch noch ganz FROHE WEIHNACHTEN, auch wenn wir uns nicht bei jedem einzeln melden konnten haben wir fest an EUCH alle, die liebste Familie & die liebsten Freunde gedacht <3.
Schliesslich kam der 25.Dezember und somit auch der eig. Feiertag der Australier, da wir den Chef von dem Jobangebot an diesem Tag nicht stoeren wollten, gaben wir ihm noch etwas Zeit, wunderten uns aber schon, weshalb wir so ueberhaupt nichts von ihm hoerten. . . leider hat sich mittlerweile auch alles in Luft aufgeloest, denn wir hoerten nichts mehr von ihm – bis heute nicht. Simon arbeitet als Tierfaenger im Outback und als er von unserer verzweifelten Jobsuche hoerte fragte er uns ob wir denn daran interessiert waeren dort die Unterkuenfte der Arbeiter zu putzen. Dies sei wirklich gut bezahlt und 2 – 3 Wochen harte Arbeit wuerden ausreichen, um genug Geld zusammen zu bekommen. Da wir momentan dankbar fuer alles sind womit wir Geld verdienen koennen, bewarben wir uns sofort dafuer und werden nach Silvester eine Antwort bekommen ob es klappt oder nicht – wir jedenfalls beten zu Gott dass dies klappen wird :-). Da wir mittlerweile jedoch gelernt haben, dass man sich auf nichts verlassen kann, bewerben wir uns auch weiterhin auf andere Stellen. Eine Stelle zum Beispiel war auch ein Putzjob hier an der Gold Coast bei einem reichen Griechen mit einem rieeeeeeeeeesigen Anwesen, allerdings tolerierte die Frau an seiner Seite keine anderen Maedels im Hause…hm… aber das ist fuer uns nichts neues, denn während alle maennlichen Australier super nett zu uns sind, sind die Frauen umso voreingenommener. Alles was wir von ihnen bekommen sind boese, musternde Blicke und auf keinen fall ein " Hallo ". Schade eigentlich ;-). Da das Zimmer bei Simon auch nicht auf Dauer verfügbar war zogen wir eine Strasse weiter ( wieder Couchsurfing ), zu David. Das toppte nun ALLES :D, wir betraten also sein eigenes Apartment welches sich Magic Mountain nennt und mal wieder fanden Sonja und ich den Topf am Ende des Regenbogens. Wir haben nun 3 Pools ( einer davon mit Blick auf die Gold Coast ), ein Fitnessstudio, eine Sauna und die ordentlichste Bude fuer umsonst. Wir sind fassungslos dass es Menschen gibt die so etwas fuer Backpacker anbieten, nur um ihnen zu helfen und eine schöne Zeit zu ermöglichen. Zudem ist David ein sehr angenehmer Mensch, ausser dass wir ab und zu mal quatschen, lebt er sein Leben und laesst uns komplett unser Ding machen. Ganz ohne etwas zu verlangen, vertraut er uns seine Schluessel an und somit auch seine Wohnung, manchmal essen wir gemeinsam Mittag, aber durch den hauptsächlichen Freiraum den er uns laesst, fühlen wir uns hier richtig wohl & sicher. Momentan haben wir noch nicht darueber gesprochen wie lange wir bleiben koennen, das kommt jetzt auch darauf an ob, wann und wo wir Arbeit finden werden. Unser Auto schlägt sich auch wacker und weisst keinerlei Probleme auf & bringt uns weiterhin sicher von A nach B :-). Morgen ist schon Silvester und wir haben auch dafür noch keinen richtigen Plan… wahrscheinlich werden wir in eine Bar gehen und anschliessend am schoenen Meer das Feuerwerk bewundern :-).

Wir wünschen euch allen schon mal einen Guten Rutsch ins neue Jahr 2015. Viel Kraft, Liebe und Gesundheit.

Bis bald wieder ihr Lieben, die sonnigsten Gruesse vom anderen Ende der Welt ans kalte Deutschland, ( ein bisschen Schadenfroh sind wir ja schon ;-))

Sonja und Vera

Brisbane – jetzt wird gearbeitet!

Hallo unsere Lieben,

da man ja wieder etwas länger nichts von uns gehört hat, wollten wir uns einfach mal zwischenmelden. Es gibt nämlich eigentlich auch gar nicht mal so viel zu erzählen, da wir nun fleißige Bienchen sind 😀

Unser erster Job hier in Brissy war Promotion für einen Club. Unsere Aufgabe war es, im Valley (die Strasse in der alle Clubs sind) zu stehen und Flyer des Clubs mit unseren Namen drauf zu verteilen und Leute dazu zu bringen in den Club zu gehen. Wir dachten uns: Kann ja gar nicht so schwer sein! War es aber doch! ^^ Da der Club den wir promotet haben ganz neu ist, kennt ihn kein Mensch und daher will auch keiner rein gehen. Ausserdem heisst der Club „Secrets“, sodass jeder Zweite denkt, es wäre ein Stripclub und deshalb erst recht nicht reingehen will 😀 haha Naja, wir haben unser Allerbestes gegeben für 2 Nächte und haben im Endeffekt ca. 20 Dollar verdient (man bekommt 3 Dollar pro Person die in den Club hineingeht und den Flyer mit deinem Namen darauf abgibt). Das war uns definitiv zu wenig Geld, also haben wir uns schon sehr auf das Vorstellungsgespräch am folgenden Montag gefreut.
Als wir dort ankamen, wurden wir mit laut dröhnender Housemusik begrüßt, das war uns sofort sympathisch 🙂 Das Vorstellungsgespräch ging sehr schnell (wir hatten es sogar zusammen) und wir wurden gleich für den nächsten Tag zum Schnupperarbeiten eingeladen. Wir also am nächsten Morgen pünktlich ins Büro und ab zum Arbeiten. Na toll, genau das was wir auf GAR keinen Fall machen wollten: Unschuldigen Menschen an der Haustür einen Gutschein andrehen. Naja, wir haben den Schnuppertag trotz 36 Grad im Schatten und den hügeligsten Strassen aller Zeiten durchgestanden. Wir dachten wirklich wir sterben, so heiß war es 😛 Und das Beste daran war ja, der Schnuppertag war nur bis 1, also nicht mal ein ganzer Tag 😀 Mittags kam dann die Managerin vorbei, um mit unseren Trainern zu bequatschen, ob wir für den Job geeignet sind oder nicht. Und siehe da: wir beide haben den Job bekommen und sollten auch gleich am nächsten Tag anfangen. Wir bekamen noch Lernstoff für nachmittags, damit wir unseren Text als Salespeople auch auswendig können. Die Bezahlung war folgende: Bei bis zu vier verkauften Sales gibt es 40$ pro Sale, ab 5 Sales bekommt man 50$ pro Sale. Wenn man sein „Personal Best“ schafft (das wären bei uns 4 Sales, damit fängt es an), bekommt man nochmal 179$ oben drauf – klingt gar nicht mal so übel. Unsere Trainer gehen täglich mit nicht weniger als 500$ aus dem Büro! Am nächsten morgen quälten wir uns also um 6 Uhr am nächsten Tag aus unserem Bett und fuhren zur Arbeit. Jeden Morgen wird im Büro noch der Pitch, also das was man den Leuten vorträgt, geübt und jeder bekommt Verbesserungsvorschläge. Dann folgt ein ca. 20 minütiges Meeting, in dem die Managerin wirklich voller Euphorie und Motivation die BESTE Laune verbreitet. Es wird über Mojo und ähnliches gesprochen, einfach Themen, die die Salespeople auf den Tag vorbereiten und sie dazu motivieren, so viele Sales wir möglich zu machen. Wahnsinn, die Frau hat eine Austrahlung und ein Auftreten, bei der könnte ich wahrscheinlich auch nicht Nein sagen, wenn sie mir was verkaufen will. 😀 Außerdem gibt es jeden Tag eine Competition. Das kann alles mögliche sein, wie z.B. wer hatte die meisten Sales aus einer Tür heraus, wer hatte als erster 3 Sales und so weiter. Als Gewinn gibt es meistens noch 20 Dollar oben drauf. Also gut, wir fuhren also hochmotiviert mit unseren Trainern in unser Gebiet und legten mit dem Verkaufen los……-………nach 10.5 Stunden erfolglosem herumrennen, waren wir fix und fertig. Es hatte den ganzen Tag mindestens 30 Grad und die Sonne strahlte uns auf den Kopf. Unsere Füße taten unglaublich weh und unsere Oberschenkel brannten vom ständigen Hügel und Treppen hochsteigen. Wir ließen uns aber nicht davon unterkriegen und sagten: Okay, dass war der Übungstag, ab morgen legen wir dann richtig los und verkaufen ganz viel. Wir fielen also gegen 10 tot ins Bett und standen brav um 6 wieder auf, voller neuer Power, um den nächsten Tag zu meistern. An diesem Tag lief es dann auch tatsächlich besser und wir hatten beide jeweils 2 Sales. Trotz der Hitze am Vormittag und dem STRÖMENDEN Regen am Nachmittag haben wir auch den zweiten Tag durchgezogen und kamen dann Abends, diesmal nach insgesamt 12 Stunden auf den Beinen, wieder fix und fertig zuhause an und fielen ins Bett. An unserem dritten Arbeitstag wollten wir unbedingt unser Personal Best schaffen, das wären für jeden 300$ gewesen…Nur leider hatten wir an diesem Tag kein Glück. Kein Sale, kein Geld! Unglaublich deprimierend! Wisst ihr, das schwierigste an diesem Job ist es eigentlich, sich selber ständig weiter zu motivieren. Man läuft von Tür zu Tür und bekommt ein „Nein, danke“ nach dem anderen, darf sich aber davon nicht demotivieren lassen und muss einfach immer weiter machen. Denn wie sagt unsere Managerin so schön: Wir suchen nicht nacht dem „Nein“, wir suchen nach dem“Ja“. Aber es ist einfach total runterziehend, wenn man kein einziges „Yes“ am Tag bekommt, obwohl man an ca. 200 Türen klopft und wirklich sein Bestes gibt. Dieser Tag waren dann also wieder 11 Stunden Arbeit für umsonst 😛 Aber Vera und Sonja geben natürlich nicht auf und lassen sich für das Wochenende ein Gebiet zuteilen! Am Samstag haben wir uns dann doch tatsächlich dazu überwunden, loszufahren und zu arbeiten: Wir wollten es einfach noch mal wirklich versuchen und verdammt noch mal nicht für umsonst arbeiten! 😀 Hat ja wirklich wieder super funktioniert – einen Sale haben wir gehabt – zusammen! 😛 Am Sonntag haben wir uns dann doch mal einen Tag Pause gegönnt, damit wir Montag wieder ordentlich durchstarten können. Die ganze Zeit waren wir uns aber unsicher, ob das wirklich so das Richtige für uns ist und ob wir nicht einfach nur unsere wertvolle Zeit gerade verschwenden. Montag Morgen haben wir uns dann dazu entschlossen: Es ist nicht das Richtige! Wir haben es wirklich, wirklich versucht, aber es sollte wohl einfach nicht sein. Für uns ist es einfach sowas von schwierig, die Leute dermaßen zu penetrieren, bis sie das Produkt kaufen. Wenn einer nach meinem Vortrag über den Gutschein sagt: Nein danke, ich bin nicht interessiert, Dann bringe ich es einfach nicht über mich, denjenigen noch zu belabern und zu überreden, dann hat er einfach keine Lust drauf und Punkt!
Also haben wir beschlossen, den Job wieder zu kündigen. Wir finden es super, so eine Erfahrung gemacht zu haben, wir hätten uns selber niemals zugetraut, sowas zu machen und sind super stolz drauf, dass wir es für die 5 Tage am Stück so durchgezogen haben. Auch Vera merkt deutlich eine Verbesserung von ihrem Englisch, denn sie kann nun selbständig Verkaufsgespräche mit Kunden führen ohne jegliche Hilfe zu benötigen 🙂 Und hätten wir mehr Zeit, so 2 Monate oder so, wäre es bestimmt irgendwann gelaufen, aber das ist einfach zu viel arbeiten für zu wenig Geld.
Gestern sind wir dann zum Copyshop und haben unsere Lebensläufe ausgedruckt und sind abends in Bars, Restaurants usw. gegangen, um sie dort abzugeben. Außerdem haben wir uns gestern noch über eine Internetseite bei ein paar Sachen beworben. Bestimmt haben wir bald den nächsten aufregenden Job, wir sind schon gespannt was dieser uns so beschert 😀

Hupsi, war wohl doch einiges zu erzählen 😉

Bis bald!!

Sonja und Vera

Fraser Island

Hallo ihr Lieben,

nun geht es wieder etwas rascher mit der Beichtabstattung, denn momentan haben wir viel Gelegenheit durch Ramis PC ins Internet zu kommen.
Vergangenen Dienstag fuhren wir gegen Abend in Brisbane mit dem Auto los Richtung Hervey Bay wo wir schliesslich um neun Abends ankamen und uns dort mit Lisa und Dan an einem Campingplatz trafen. Da wir am naechsten Tag frueh aufstehen mussten, tauschten wir uns nur kurz ueber die vergangenen Tage aus und schliefen danach gleich ein – nach ein paar Tagen comfy Bett wieder eine Nacht in unserem geliebten Autschgal „Poncho“:).
Am Mittwoch um 6:00 Uhr klingelte dann schliesslich der Wecker und wir schmierten uns noch eine fluechtige Semmel zum Fruehstueck und fuhren los in Richtung Hafen. Dort angekommen warteten schon die ersten von unserer Reisegruppe und es wurde auch direkt losgelegt mit einem kleinen Filmchen ueber die Sicherheitsmassnahmen der Verkehrsregeln auf Fraser Island. Dies ist eine 1840 km² grosse Insel (Ruegn ist etwa halb so gross), wovon man ausschliesslich 300 Meter auf geteertem Boden faehrt, alles andere ist nur Sand und schoenste unberuehre Natur:).
Nun waren wir fertig mit jeglichen Einweisungen und mittlerweile war auch die Gruppe vollstaendig (denn es gibt ja immer ein paar Schlafmuetzen die auf den letzten Druecker auftauchen;)).
Dann hiess es ab in die coolsten Trucks und noch schnell beim Supermarkt fuer 22 Leute & 2 Tage Essen einkaufen, anschliessend ab auf die Faehre. Wir waren in unserem Auto gesamt 8 Backpacker und vorne sassen unsere zwei Tourguids. Apropos „Tourguide“, wir hatten wohl die coolsten auf der ganzen Insel… einen aelteren Herren, der aussah wie Santa Claus hoechtpersoenlich und sogar wahrend der gesamten Tour seine Santa Muetze trug:), andauernd die lustigsten Witze machte & auf dieser Insel sehr schnell bekannt war, denn man uebersah & ueberhoerte ihn kenesfalls;). Niemand von den anderen Gruppen glaubte uns, dass er wirklich unser Tourguide war, ein Maedchen dachte er ist dort angestellt um Fotos mit Touristen zu machen. Er selbst erzaehlte uns, dass ihn mal ein kleines Kind fragte was denn der Santa Clause auf Hervey Beach mache und er antwortete sie solle sich keine Sorgen machen, er hat sich berets um alle Geschenke gekuemmert, seine Hilfselfen bereiten grade alles vor und er goennt sich noch eine kurze Auszeit, bevor der ganze Trubel losgeht:D da war das kleine Kind aber ganz schoen erleichtert….
Der andere Tourguide war eine Frau, welche auch ein lautes Organ hatte und speziell Sonja & mir gerne von ihrer kompletten Lebensgeschichte erzaehlte ohne auch nur ein winziges Detail auszulassen, Luft zu holen geschweige denn uns auch mal reden zu lassen:D. Etwas anstrengend, aber so wurde es zumindest niemals langweilig, denn auch sie packte in ihre Geschichten gerne mal 1,2 Witze rein:).
Am anderen Ufer angekommen ging es direkt los mit der wilden Fahrt ueber die Insel Fraser, wir voraus und die anderen beiden Autos hinterher – das war wirklich klasse. Der erste Stop war ein kleiner National Park, worueber wir spazierten und die Frau „Peggy“ und etwas ueber die Baeume, Pflanzen sowie etwas von dem Geschitlichen Teil dieser Insel erzaehlte. Es ist die groesste Sandinsel der Welt und eine Legende besagt, die Insel wurde aus einer Frau heraus geschaffen und deshalb spiegelt es natuerliche Schoenhet wieder und die Insel ist daher weiblich. Ausserdem leben dort ganz viele Dingos, das sind wildlebende Hunde, die sehr huebsch aussehen, man sie aber keinesfalls streicheln oder fuettern darf. Der Dingo hat sich in vielen Gebieten bereits stark mit anderen Hunderassen vermischt und gilt deshalb meist nicht mehr als reinrassig. Danach ging es am Strand weiter Richtung dem Resort, wo wir schliesslich zu Mittag assen und ohne auch nur eine Sekunde zu verschwaenden gleich weiter duesten zu einem kleinen See, welcher als der einzigst maennliche Teil dieser Insel bezichnet wird. Dort konnte man eine Bruecke entlanglaufen und durch einen kleinen Bach wieder zurueck zum See. Das Wasser war eiskalt und wie ueberall auf der Insel total klar. Von dort aus ging es am Meer weiter an den Platz wo wir schlafen sollten. Auf dem Weg dorthin war noch ein Schiffswrack welches 1905 gebaut wurde, man nennt es „Wrack der Maheno“. Sonja und ich liessen die Gelegenheit nicht aus und wollten eine Foto „a la Titanic“ am Deck machen, doch leider uebersah Sonja ein kleines Loch und stuertze hinein. . nun hat sie ein paar Ratschwunden, blaue Felcken an Arm & Bein und der Bildschirm von ihrem Handy ist vorne zersprungen da sie es waehrenddessen in der Hand hielt. Aber thank god dass nichts schlimmeres passiert ist…und Sonja wollte sich den Tag nicht verderben lassen, also kaempfte sie sich tapfer durch den Rest des Tages durch ohne auch nur einmal Truebsal zu blasen;). Die letzte Station fuer diesen Tag war der Campingplatz an dem wir schliefen und wo wir dann abends auch BBQ hatten. Dort waren grosse Zelte aufgebaut worin jeweils 4 Leute schlafen konnten. Mal wieder Luxus fuer Sonja und mich, da darin Betten waren:).
Nach dem Abendessen spielten wir noch ein kleines Gesellschaftsspiel wo man einen immer kleiner werdenden Karton vom Boden mit dem Mund aufheben sollte ohne mit einem anderen Koerperteil ausser den Fuessen den Boden zu beruehren. Meine Shorts war leider etwas zu kurz um teilzunehmen :D, aber Sonja & Lisa gaben ihr bestes und gewannen auch beide am Ende einen Preis – Juhuuu, super;).
Anschliessend waren alle von unserer Gruppe noch hoechst motiviert zusammen zu sitzen und ein bisschen ueber den Durst zu trinken, doch Sonja und ich waren so erschoepft von dem Tag, dass wir uns relativ frueh verabschiedeten, uns in unser Zelt legten und Bibi Blockberg zum einschlafen hoerten;). Am naechsten Tag waren wir und ein Paeerchen dann die gluecklichsten sowie fittesten Menschen auf der kompletten Insel, wahrenddessen der Rest wie ein Schluck Wasser in der Kurve hing:D und was nach dem Fruehstueck folgte war nun wirklich nichts fuer einen flauen Magen sag ich euch, denn das war dann wirklich die wildeste Fahrt ueberhaupt – Santa machte sich einen Heiden Spass daraus uns im Truck richtig durch zu schuetteln und fuhr wie von der Tarantel gestochen ueber Sandberge:D. Next stop war ein Wanderweg, der nach 2,5 km laufen zu einem wuestenartigen Paradis fuehrte, welches aussah wie eine Piste nur aus Sand anstelle Schnee. Unten angekommen war ebenfalls ein Suesswassersee in dem wir uns abkuehlten und von kleinen Fischen an den Fuessen knabbern liessen bevor wir anschliessend in der Mittagshitze wieder zurueckliefen. Nach einem staerkendem Mittagessen kamen wir auch schon zur letzten und auch einer der beeindruckensten Stationen, dies war ein See mit dem klaresten Wasser welches ich je gesehen habe und alles pures Regenwasser. Der Sand schneeweiss und mal wieder Natur pur ohne jeglichen Einfluss des Menschen. Dort durften wir dann auch noch etwas entspannen und dann ging es mit den Autos wieder zur Faehre, ab zurueck nach Harvey Bay. Da Sonja und ich das Angebot hatten auch danach wieder bei Rami schlafen zu duerfen fuhren wir anschliesend gleich zurueck nach Brisbane, wo wir dann im Wohnzimmer auf der Couch schlafen durften und mal wieder herzlich aufgenommen wurden.
Nun sind wir wieder hier und haben morgen um 10 Uhr unser erstes Bewerbungsgespraech in einer Marketingfirma und am Abend werden wir schon Probearbeiten in einem Club, wir werden dort Promotion machen und Flyer verteilen. Also stehen die Chancen gut die naechsten zwei Wochen endlich mal etwas Geld zu verdienen und unserem geplanten Trip nicht nur als traveller sondern als work & traveller alle Ehre zu machen;).
Was das in der Marketingfirma genau ist wissen wir selbst noch nicht, momentan heisst es nur es ist eine Vollzeitstelle, wir muessen um zehn dort auftauchen und uns etwas schicker anziehen – so, we will see:).

Bis ganz bald wieder & sonnige Gruesse aus Australien,

Sonja & Vera

Castle Hill – Airlie Beach – Whitsunday Islands – Brisbane

Hallo ihr Lieben,

es ist schon wieder etwas her und in der Zwischenzeit haben wir auch wahnsinnig viel erlebt, also macht euch gefasst auf einen kleinen Roman 🙂

Bevor wir nach Airlie Beach losgezogen sind, sind wir noch zu einer der Sehenswuerdigkeiten von Townsville gefahren, der Castle Hill. Eigentlich ist das nur ein Huegel von dem aus man einen wahnsinnig tollen Blick ueber die Stadt und das Meer und auch auf Magnetic Island hat, aber es hat sich definitiv gelohnt dort hin zu fahren!

Am naechsten Tag ging es dann weiter zu unserem naechsten Ziel: Airlie Beach.
Ein super suesses kleines Beachstaedtchen voller Backpacker, Bars und kleinen Laeden. Jobmaessig sah es leider auch hier nicht gut aus, da so viele Backpacker dort unterwegs sind, dass die Jobs einfach wahnsinnig begehrt sind. Trotzdem haben wir es geschafft an einem Abend zumindest 50$ zu verdienen 😀 Es war Karaokeabend in einer Bar und die Maedls haben mich ueberredet auf die Buehne zu gehen und mein Glueck zu versuchen, den Karaokekontest zu gewinnen…und es hat doch tatsaechlich funktioniert 😀 In Airlie Beach hatten wir die Moeglichkeit bei einem Bekannten von Dan (der Englaender der momentan mit uns reist) in der Tiefgarage zu parken und auch zu schlafen. Das war wiedermal ein kleines bisschen Luxus, weil wir zur Abwechslung nicht von Rasensprenklern und der heissen Sonne geweckt wurden und somit mal wieder richtig ausschlafen konnten 🙂 Ansonsten hat dieser kleine Ort nicht viel mehr zu bieten ausser einer wunderschoenen Lagune an der man sich sonnen und entspannen kann.
Das Highlight von Airlie Beach sind natuerlich die nicht weit entfernten Whitsunday Islands, die wir uns auf gar keinen Fall entgehen lassen wollten! Also gings ab ins Reisebuero um einen Trip zu buchen. Wir haben uns fuer eine 1-Tages-Tour mit einem Speedboat entschieden und es war der absolute Wahnsinn! Zuerst fuhren wir ca. 1 Stunde mit dem Boot an unglaublich vielen Inseln vorbei, das Panorama war mal wieder total beeindruckend. Leider hat das Boot so gewackelt, dass es auf den Bildern nicht ansatzweise so rueberkommt wie es wirklich war. Langsam naeherten wir und einem schon von weitem wudnerschoen aussehenden Strand, dem Whitehaven Beach. Als wir vom Boot stiegen dachten wir, wir sind im Paradis. Der Sand war so weiss, dass man seine Sonnenbrille fuer hoechstens 5 Sekunden absetzen konnte, weil es zu sehr geblendet hat und er war noch dazu so weich wie Mehl! Es war unglaublich, wir sind noch nie zuvor auf so einem Untergrund gestanden. Traumhaft schoen 🙂 Nach einer kleinen Fotosession gab es ein ausgezeichnetes (!!!) Mittagessen mit Nudel- und Kartoffelsalat, frischer Wurst und Broetchen sowie frischem Obst und Gemuese, bei dem wir von echsenartigen Tieren belauert wurden 😀 Und wiedermal hatten wir ein Ass im Aermel und bekamen von unserem Tourguide die restlichen frischen Broetchen geschenkt, da wir armen Backpacker ja kein Geld haben uns mehr als Toast zu leisten 😀 Anschliessend marschierten wir durch den Dschungel zum Aussichtspunkt. Wiedermal wurden wir umgehauen von der Schoenheit dieses Landes. Das Wasser leuchtete blau und die Inseln gruen – einfach toll! 🙂 Nach dem Whitehaven Beach bretterten wir wieder ca 1 Stunde mit dem Boot uebers Meer und genossen die Natur. Wir fuhren an einer winzigen Insel vorbei, die wohl die groesste Dichte an toedlich giftigen Spinnen in Australien hat – na Gott sei Dank sind wir da nicht angehalten 😛 Irgendwann kamen wir bei einer schoenen Inselbucht an, hier hiess es dann: Ab in die Wetsuits, Schnorchel und Flossen an und rein ins Wasser! W.O.W. Die Korallen hier hauten uns um! Total unberuehrt, ueberhaupt nicht beschaedigt, einfach nur so wahnsinnig farbenfroh! Von neongruen bis schwarz war wirklich jede Farbe vorhanden. Ausserdem gab es dort so viele verschiedene, bunte Fische und sogar…….eine Schildkroete! Juhuuuu! Ich schnorchelte so vor mich hin und ploetzlich war sie da, direkt neben mir und guckte mich an! Ich bin sofort an die Wasseroberflaeche und hab nach Vera geschrien 😀 Wir waren wirklich direkt neben der Schildkroete und sind mit ihr geschwommen, haetten sie sogar anfassen koennen, aber davor hatten wir zu viel Angst 😀 Das war so unglaublich cool! Nach diesem tollen Schnorchelgang ging es dann wieder zurueck nach Airlie Beach und wir hatten einen wunderschoenen Tag verbracht.
An diesem Abend beschlossen Vera und ich dann, am naechsten Tag weiter nach Brisbane zu fahren. Also machten wir uns gegen 11 auf den Weg. Nach ca 6-7 Stunden Fahrt passierte es dann…das Auto ratterte ploetzlich wie wild und es roch nach verbranntem Gummi. Wir hielten mitten auf dem Highway an. Sofort bemerkten wir, dass unser rechter, hinterer Reifen qualmte und sahen, dass er ca. 10 riesige Loecher hatte. Na toll, das hatte uns grad noch gefehlt^^ Doch wie immer, war doch noch etwas Glueck auf unserer Seite und das Auto hinter uns war eine Polizistin auf Streife. Sie hielt sofort an, sperrte alles ab und machte ihr Blaulicht an. Sie war unglaublich nett und fing an unseren Reifen zu wechseln. Da hielt auch schon ein hilfsbereiter Australier an und half auch noch mit! Da standen wir zwei deutschen Maedls nun und waren so gluecklich, dass jemand da war, um uns zu helfen 🙂 Nachdem der Reifen gewechselt war, wuenschten uns die beiden noch eine sichere Reise und fuhren davon. Super! Nichtmal was bezahlen mussten wir! Die Nacht verbrachten wir dann am Strassenrand in einem kleinen Oertchen namens Gin Gin. Sogar oeffentliche Duschen fanden wir und eine Waschkueche in der wir unser Abendessen machten 😀 Man muss schon sagen, wir leben echt auf einem niedrigen Niveau, aber es ist einfach eine geile Erfahrung und man lernt, immer das Beste aus allem herauszuholen. Am naechsten Tag kamen wir dann gegen 3 in Brisbane an und wurden erneut herzlich von Veras Freund Rami in seiner WG aufgenommen. Zwei seiner Mitbewohner sind momentan nicht da, daher haben wir ein Zimmer bekommen in dem wir uns ausbreiten koennen. Wir fuehlen uns hier total wohl und geniessen es, endlich mal nicht aus dem Rucksack leben zu muessen und eine vernuenftige Dusche zu haben 🙂
An einem Tag wollten wir dann mit Rami und seinem Freund Benni, der auch gerade aus Deutschland zu Besuch ist zum Schwimmen gehen. Als wir gerade an der Lagune ankamen, sahen wir schon, dass sich eine riiiiiiiesige dunkle Wolke wahnsinnig schnell der Stadt naehert. Wir dachten uns noch: Jetzt huepfen wir noch kurz ins Wasser und dann schuettet es wahrscheinlich eh aus Kuebeln. Pustekuchen! Es fing ploetzlich dermassen an zu regnen, dass die Leute sich panisch in irgendwelche Bars, Restaurants und Laeden retteten. Wir sind also auch losgerannt und suchten Unterschlupf in einem kleinen Pub. Da dachten wir noch, dass einfach ein riesen Gewitter kommt…aber ploetzlich kamen unglaublich starke Windboehen und saemtliche Stuehle wurden umgeworfen, Planen kamen herunter und es regnete extrem stark. Aufeinmal fing es an zu hageln..aber WIE! Golfballgrosse Hagelbrocken kamen vom Himmel als wuerde jemand 100000 Kuebel Eiswuerfel auskippen. Wir haben sowas noch nie zuvor gesehen, das war wirklich krass! Und es hoerte gar nicht mehr auf…es hagelte bestimmt fuer 20 Minuten und es schien als wuerde die Welt gerade untergehen! Als sich das Ganze endlich etwas beruhigt hatte sah es draussen schlimm aus. Die Palmen hatten keine Blaetter mehr, Baeume waren umgestuerzt, Stuehle und Tische lagen auf der Strasse rum, riesige, abgebrochene Aeste versperrten einem den Weg, die Windschutzscheiben von einigen Autos waren komplett zerschmettert und Autodaecher verbeult. Wahnsinn! So ein schlimmes Unwetter! Wir hatten wahnsinniges Glueck, dass unser Auto bei Rami zuhause stand, denn dort war nur ein bisschen Gewitter und Sturm, also ist es komplett heil geblieben.
Am naechsten Abend sind wir ein bisschen in der Stadt herum gelaufen und kamen an einen Platz, wo ein riesengrosser, geschmueckter Weihnachtsbaum aufgebaut war und ein Kinderchor Weihnachtslieder sang. Wir haben ueberhaupt kein Weihnachtsfeeling hier, weil es einfach 30 Grad hat und die Sonne jeden Tag scheint und wir in kurzen Hosen und Tops raus gehen. Auch im Supermarkt und Radio spielen sie schon wie verrueckt Weihnachtslieder und haben alles schoen geschmueckt. Das passt einfach so gaaaar nicht 😀 Total komisch, dass in 24 Tagen schon Weihnachten sein soll!

Gearbeitet haben wir hier auch schon. Die WG in der wir gerade wohnen ist eine typische Maenner WG und extrem dreckig. Also haben wir angeboten, das Haus mal ein bisschen auf Fordermann zu bringen und haben freundlicherweise sogar Geld dafuer bekommen 🙂

Naja und jetzt sind wir hier in Brisbane und haben uns dazu entschlossen hier Arbeit zu finden, da es eine Grossstadt ist und zur Weihnachtszeit wohl viel gesucht wird. Wir sind schon fleissig am bewerben und hoffen sehr, dass sich hier etwas ergibt, aber wir sind ganz zuversichtlich 🙂
Morgen geht es noch auf eine 2-Tages-Tour nach Frazer Island und dann ist Arbeiten angesagt 😉

Wir melden uns bald wieder 🙂 Fotos folgen wie immer!
Ganz viele, liebe Gruesse!

Next stop: Townsville + Magnetic Island

Nach erfolgloser Jobsuche in Cardwell haben wir uns dazu entschieden weiter Richtung Sueden zu fahren – und zwar in eine Stadt namens Townsville, die Hauptstadt von North-Queensland. Inzwischen sind wir uebrigens auch schon wahre Linksverkehr Profis geworden! Anfangs war es schon etwas komisch als Fahrer auf der rechten Seite des Autos zu sitzen, aber es hat gar nicht mal so lange gedauert, bis wir uns daran gewoehnt haben, von links in den Kreisverkehr zu fahren und den Blinker auf der rechten Seite zu betaetigen.
In Townsville angekommen haben wir uns erstmal einen gemuetlichen Parkplatz gesucht, auf dem wir letztendlich die Nacht verbringen wollten. Wir sassen in unserem kleinen Poncho (unser Auto 😉 ) und haben Musik gehoert und gequatscht, als diese ploetzlich aufhoerte und das Auto nicht mehr anspringen wollte. 😀 Na toll, was jetzt? Zu unserem Glueck kamen gerade 3 Australier vorbei, die wir baten uns Starthilfe zu geben. Da dieses Volk einfach so wahnsinnig hilfsbereit ist, dauerte es keine 2 Sekunden, da zueckte der eine schon sein handy und rief seinen Mitbewohner an, er sollte doch bitte ein Starthilfekabel vorbei bringen. 😀 Da standen wir also und die 3 Jungs werkelten fleissig herum bis unser Auto wieder lief. Prompt wurden wir fuer den darauffolgenden Freitag zu einer Hausparty bei einem der Jungs eingeladen. Dazu aber spaeter mehr.
Am naechsten Tag gingen wir dann auf Bewerbungstour. Da wir ja schon in Cardwell gelernt haben, dass es besser ist, wenn man nicht zu dritt ankommt und sich bewirbt, haben wir uns aufgeteilt. Vera und ich gingen zusammen los und Lisa war alleine unterwegs. Wir haben unsere Lebenslaeufe in saemtlichen Cafes und Restaurants abgegeben, sowie in ein paar Klamottenlaeden. Wir merkten sofort, dass die Arbeitgeber bei Deutschen sehr vorsichtig sind. Immer wieder wurden wir gefragt, wie lange wir geplant haben zu bleiben, da die deutschen Backpacker wohl dafuer bekannt sind zu sagen, dass sie mindestens 3 Monate bleiben und dann aber schon nach 3 Wochen die Biege machen^^ Also genau das, was wir auch geplant haben 😀 Leider haben wir bis jetzt von niemandem was gehoert, die Vorurteile muessen wohl ziemlich ausgepraegt sein. Die naechsten Tage haben wir unter anderem am Strand verbracht und uns immer mal wieder irgendwo beworben.
Schon stand Freitag vor der Tuer und wir gingen auf die Wohnungsparty zu der wir eingeladen. Wir kamen  bei einem Apartmenthaus mit 8 Stockwerken an, das einen total abgefahrenen Pool mit dabei hatte. Als wir oben im Apartment von Ben ankamen, konnten wir unser Glueck mal wieder nicht fassen 😀 Eine riiiiiiiieeeeesige Wohnung im 6. Stockwerk mit Blick ueber einen Fluss und die Stadt von einem riiiiiiesigen Balkon! Einfach der Wahnsinn! Wir wurden wahnsinnig nett begruesst und hatten einen super lustigen Abend. Die Kroenung war dann, dass wir, nach 7 Naechten im Auto schlafen eine super bequeme Matraze ins Wohnzimmer gelegt bekamen und diese Nacht endlich mal wieder unsere Beine beim schlafen ausstrecken konnten. LUXUS sagen wir euch 😉 Am naechsten Tag bekamen wir Fruehstueck serviert und gingen an den Pool, um zu relaxen. Auch Mittagessen wurde uns spendiert (Pizza mit wirklich allem was es gibt darauf!!) und wir durften sogar in dem Apartment duschen. Das war auch wirklich paradisisch, wenn man bedenkt, dass wir uns davor 8 Tage lang mit oeffentlichen Strandduschen abfinden mussten. 😉 Wir hatten schon ein total schlechtes Gewissen, dass wir uns da so einnisten, aber – keine Widerrede: You can stay as long as you want!! Unsere Gastgeber konnten es einfach nicht fassen, dass wir wirklich im Auto schlafen, also liesen wir uns dazu „ueberreden“ noch eine Nacht auf der bequemen Matraze zu bleiben 😀 Am Sonntag wurden wir dann vom Duft von frischen Eiern aus dem Garten eines Freundes und krossem Bacon geweckt. Noch dazu gab es sogar Orangensaft! Ein Luxus, den wir uns selten goennen^^ Naja, letztendlich beschlossen wir dann doch, die WG nicht laenger zu belaestigen und beschlossen wieder heim, in unser Auto, zu gehen 🙂
Heute waren wir dann auf Magnetic Island, eine Insel, die ca. 20 Minuten mit der Faehre von Townsville entfernt ist. Einfach traumhaft!!! Wir haben uns ein super lustiges Auto gemietet, das von Barbie hoechstpersoenlich haette sein koennen (siehe Bilder die folgen!) Damit sind wir dann die ganze Insel abgefahren, zu wunerschoenen kleinen Buchten, zu Wanderwegen und einfach durch die Natur. Auf der Insel ist die Koalapopulation extrem hoch, daher wollten wir unbedingt eine Koala-Tour mit anschliessendem Koala-auf-dem-Arm Bild machen. Dieses Mal war das Glueck leider nicht auf unserer Seite, denn wir kamen eine Stunde, nachdem die letzte Tour begonnen hatte, bei dem Resort an 😦 So ein Mist!! Wirklich totaaaaal aergerlich. Deshalb gab es heute leider keine Koalas fuer uns, wir sind aber sicher, dass wir irgendwann noch die Moeglichkeit dazu bekommen. Anschliessend beschlossen wir, uns eine ruhige Bucht zu suchen und unseren Teint noch zu verdunkeln. 😉 Es ist sehr gefaehrlich dort ins Wasser zu gehen, da es von Quallen, Krokodilen, Haien und Rochen nur so wimmelt. Trotzdem liessen wir die Fuesse etwas darin baumeln und siehe da: Wir sahen tatsaechlich einen Rochen!! Das ist total selten und wir haetten ihn auch niemals gesehen, wenn da nicht dieses nette alte australische Ehepaar gewesen waere, dass uns darauf aufmerksam gemacht hat.
Gegen 6 machten wir uns mit unserem Barbie-Auto wieder auf den Weg richtung Hafen. Als wir auf die Faehre stiegen, ging die Sonne gerade unter. Ein Farbenspiel, das man selten sieht. Absoluter Wahnsinn!
Ja und jetzt heisst es dann gleich wieder Camper Grill raus und Abendessen kochen 🙂

Wir sind immernoch absolut begeistert von Australien und koennen es kaum erwarten, das naechste Ereignis zu erleben 🙂 Geplant ist, dass wir am Donnerstag weiter nach Airlie Beach fahren, mal sehen ob es da mit der Jobsuche besser klappt 😉

Bis bald ihr Lieben 🙂

P.S. Zu den Bilder die gleich folgen werden: Eines Abends sassen wir im Strandhaeuschen beim Abendessen und ploetzlich kamen nach uns nach Menschen, die ihre Hunde mit Weihnachtsschmuck ausgestattet hatten. Wir konnten unseren Augen nicht trauen 😀

Cairns Zoo – Mission Beach – Cardwell

Hallo liebe Familie und Freunde,

jetzt ist es schon ein Weilchen her seit unserem letzten Eintrag, da wir nun Cairns verlassen haben und es nicht mehr so leicht ist an freies Internet zu kommen.
Wir haben letzte Woche in Cairns unser Auto gekauft, mit welchem wir sehr zufireden sind. Wenn man mal bendenkt was andere Backpacker so erzaehlen, die haben durch die Bahn durch Probleme mit ihren Autos, bishin zum Totalschaden. Da ist es natuerlich von Vorteil, dass wir durch Vitamin B an ein guenstiges sowie gutes Auto gekommen sind. In unserem letzten Hostel haben wir ein alleine reisendes Maedchen kennen gelernt, ihr Name ist Lisa und sie ist 18 Jahre alt. Sie hat auch den Plan die Ostkueste runter zu reisen und fragte uns, ob sie sich uns ein Stueck anschliessen kann und sich dementsprechend am Sprit beteiligt, der hier gluecklicher Weise eh schon sehr guenstig ist.
So haben wir schliesslich letzten Freitag das geliebte Cairns mit Sack und Pack richtung Mission Beach verlassen. Auf dem weg haben wir noch einen Zoo besucht, in dem wir Kaengurus, Koalabaeren, Wombats, Dingos und Krokodile betrachten duerften, wovon wir mit unserer grossen Tierliebe einfach nur begeistert waren. So weit so gut, als wir nach ca. 2 Stunden Fahrt in Mission Beach ankamen, fiel uns erstmal der enorme Kontrast zu Cairns auf. Wir waren nun im totalen Outback und das „Oertchen“ war mini klein. Dafuer aber die schoenste Natur sowie der schoenste Strand den man sich nur vostellen kann. Diesen nutzten wir dann auch gleich als erste Schlafgelegenheit aus. Wir kamen am Abend dort an, als es schon daemmerte, also stellten wir unser Auto dort ab und kochten uns mit Hilfe von einer Taschenlampe und unserem Campingkocher erstmal Nudeln mit Pesto (das wohl Typischste Backpackeressen was es gibt :)). Wir genossen waehrend unserem Dinner in the Dark das Meeresrauschen und die Stille. Danach bauten wir uns im Auto ein Schlaflager und kuschelten uns in unsere Schlafsaecke. Einer auf dem Fahrersitz, einer auf dem Beifahrersitz und einer hinten auf der Rueckbank. Dann sprueten wir das Auto noch mit Lavendel und Teebaumoel ein (wegen den Tieren) und kurbelten die Fesnter etwas runter.Total abgefahrenes Gefuehl, aber, um den Moment erleben zu duerfen, in der Frueh aufzustehen und das Meer von seiner schoensten Seite inklusive Sonnenaufgang zu sehen, lohnt es sich allemal und ist einfach nur umwerfend, dazu auch noch for free – WOW. Als wir wach waren haben wir unser Muesli gefuehstueckt, noch etwas am Strand entspannt und sind dann aufgebrochen zur Jobsuche. Hier im Outback gibt es wahnsinnig viele Farmen und Planmtagen wo die meisten Backpacker dann auch arbeiten. Australien hat einen Mindestlohn von 21 Dollar/pro Stunde, also money goes as fast as it comes in:)). Zudem sind wir mittlerweile noch sparsamer als wir es davor schon waren und haben es geschafft pro Person in vier Tagen mit 34 Dollar fuer Essen und Sprit klarzukommen. Wir haben nun in Famren angefragt, in Cafees, Supermaerkten, Hostels und Restaurants. Da wir nun zu dritt sind und es Logischerweise nicht gut ankam, wenn wir uns auch in dieser Konstellation gemeisam beworben haben – teilen Sonja, Lisa und ich uns nun auf und bewerben uns unabhaengig voneinander, trotzdem moeglichst nah beieinander. Wir versuchen nach wie vor so viel Englisch wie moeglich untereinander zu sprechen, genauso wie uns von deutschen Touristen fernzuhalten. Was hier echt schwierig ist:)).
Da man hier bei den Arbeitgebern erstmal ein Formular ausfuellen muss und seine Telefonnummer hinterlaesst, dauert es wohl etwas, bis man was genaueres weiss.
Nun sind wir grade in einer Bobliothek, um unsere Lebenslaeufe auszudrucken. Bitte wundert euch nicht, wenn man jetzt wieder ein Weilchen nichts von uns hoert, wir geben uns die groesste Muehe euch immer auf dem Laufenden zu halten, jedoch klappt das hier nicht immer so leicht. Auch Bilder gibt es erst beim naechsten mal wieder, denn wenn wir hier anfangen diese zu laden, dauert es Uhrzeiten:((…

Bis ganz bald ihr lieben,

eure Sonja & Vera

Bloomfield – unser Regenwaldabenteuer

Juhuuu – endlich weg von den ganzen Touristen und uebers Wochenende mit Einheimischen ab in den Regenwald. So starteten wir vergangenen Freitag mit 4 Trucks unsere spannende Tour:). Doch als erstes wurden wir von Adam ( ein Typ den Sonja bereits in Muenchen kennnen gelernt hatte ) vom Hostel zu seinem Elternhaus abgeholt und freundlich mit Champangner empfangen. Wir kamen aus dem staunen nicht mehr raus, als wir dieses Haus betraten. Luxus pur fuer Backpacker:D. Als wir schliesslich abgeholt wurden von 5 Australiern darunter auch ein Maedchen, einer Amerikanerin, einem Maedchen aus Bermuda und 2 Hunden, ging das Abenteuer direkt bei der Autofahrt los. Zuerst ueberquaerten wir einen Fluss mit der Faehre in dem viele Krokodile lebten und dann ging es noch ca. 2,5 Stunden holprig durch den Regenwald weiter. Das Maedchen aus Bermuda, welches in unserem Auto sass wusste wohl nicht was sie erwartet und sie schrie die ganze Autofahrt vor lauter Angst. Irgendwann ging es uns allen etwas auf die Nerven, da es wirklich nicht schlimm war, sondern super lustig und spannend. Da es bei unserer Ankunft schon dunkel war hatten wir keine Ahnung wo wir uns befanden. Wir sassen alle in der Kueche um einen Tisch und die Stimmung war noch etwas bedrueckt, da wir alle muede waren und das Haus anfags etwas ungewoehnlich fuer uns war. Es war sehr simple gestaltet und Spinnen kletterten die Waende entlang. Sonja und ich bekamen eine Matratze und schliefen am Boden. Doch wie sagt man so schoen, der Mensch gewoehnt sich an alles und so wachten wir am naechsten Tag voller Energie und Spannung, was uns nun erwartet, auf. Nach einem gemeinsamen Fruehstueck ging es mit Hund und Trucks los zu einem kleinen Teich, in dem riessengrosse Fische waren, die wir mit Kleineren fuetterten, wir sollten diese direkt uebers Wasser halten und dann sprangen die grossen Fische raus und schnappten zu – wirklich ein abgefahrenes Gefuehl. Anschliessend besuchten wir eine Fruit-picking Farm, in der einer der Australier aufgewachsen war. Als er uns durch das Haus fuehrte, wurde sein Hund ploezlich nervoes und schnueffelte hektisch hinter einem Schrank herum, einer der Jungs schob den Schrank nach vorne und auf einmal huschte etwas heraus und wir Maedls fingen an wie verrueckt zu schreien und sprangen alle vier aufs Bett um uns vor dem Monster zu retten. Im Endeffekt stellte sich heraus, dass es sich bei dem „Monster“ um eine etwas groessere Maus handelte. 😀 Danach fuhren wir an einen Suesswasserpool, mitten im Dschungel, wo wir eine kleine Schildkroete fanden, die gleich fuer Selfies missbraucht wurde. 😉
Zu guter Letzt fuhren wir noch zum Fischen an ein nahe gelegenes Flussufer wo wir zum kroenenden Abschluss in der Ferne ein Krokodil beim schwimmen beobachten konnten – PUH!!! Waehrend Sonja und ich voellig K.O am liebsten direkt ins Bett gefallen waeren, kannten die anderen kein Ende und machten noch ein Lagerfeuer an dem wir dann gemeinsam sassen. Man muss schon sagen, die Australier sind wirklich sehr crazy ( wen man bedenkt, dass einer von ihnen einfach einen lebendigen, zappelnden Fisch gegessen hat ), aber man fuehlt sich wohl bei ihnen und sie sind unbeschreiblich freundlich und stets um Sonja und mein Wohlbefinden bemueht gewesen. Am naechsten Tag holten wir ein Boot und fuhren erneut an den Fluss im Regenwald, um dort eine Bootstour zu machen und erneut zu Fischen. WOW, sowas schoenes sieht man selten. Wir fuhren erstmal die Flussabzweigungen entlang und dann noch ein Stueck raus aufs offene Meer, wo Sonja und ich dann sogar kurz ins Wasser sprangen. Es war einfach der Wahnsinn mit aufgedrehter Musik ueber die Wellen zu schiessen und das wunderschoene Regenwaldpanorama zu betrachten, solche Momente machen einen schon sehr gluecklich. 🙂 Danach machten wir noch das Haus sauber und fuhren wieder zurueck nach Cairns, wo wir noch eine Nacht in dem Haus von Adams Eltern schlafen durften. Als wir von der wunderschoenen und langen Dusche auf die Terasse mit Blick aufs Meer kamen, warteten schon Spaghetti Bolognese und ein Glas Wein auf uns. Danach ging es ab in das wohl bequemste Bett der ganzen Reise. Wir sind all diesen Leuten so unglaublich dankbar, dass sie uns diese wundervolle Erfahrung ermoeglicht haben. Inklusive umsonst dort wohnen, Essen und kostenlosem Transport, das ist alles andere als selbstverstaendlich.
Zurueck im Hostel in Cairns:
Nun ist es unser Plan bis kommenden Freitag ein Auto zu haben und dann geht es weiter nach Mission Beach, von dort melden wir uns dann wieder.

Bis bald ihr lieben,
Sonja und Vera